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 Betreff des Beitrags: Ein langer weg voller Stolpersteine
BeitragVerfasst: 18.02.2019, 12:19 
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Registriert: 14.11.2002, 01:00
Beiträge: 83
Guten Morgen,

ich bin schon ewig hier angemeldet aber auch lange nicht mehr aktiv gewesen. Ich wollte gerne einige Gedanken zusammenschreiben ohne Trigger.

Ich bin als Jungendlicher (13) mit dem Thema konfrontiert worden und hatte es einige Zeit Verdrängt. Mit 18 kam dann wieder alles hoch und ich hab mich in der Zeit verloren in selbstmitleid und Depressionen. Nach längere Therapie und meine erste Reha mit 18 hab ich die Kurve bekommen und dann Schule abgeschlossen und Ausbildung begonnen. Einige Jahre später in 2011 und 2012 war ich wieder so weit in Therapie zu gehen. Dieses mal: Burn Out. Ich hab mich soweit selbst gestresst dass ich nur noch erschöpft war. Aber vieles von dem Stress war nicht durch extern, sondern durch mich selbst Verursacht (Kopf). In 2013 bin ich dann noch mal in eine Reha gegangen mit Depressionen, Burn Out, etc. In der Reha hat sich herausgestellt das ich mit den damaligen Themen gut klar komme, aber eigentlich die Bindung mit meinen Eltern, die Emotionale Abhängigkeit sowie der Emotionale MB der betrieben wird mein großes Problem ist. Parallel dazu habe ich nach OEG einen Antrag gestellt und nach 2 Jahren, Anwälten, diversen Gutachten und sehr detaillierter Beschreibung aller Themen war ich eigentlich auf einem guten Wege. Den Antrag nach OEG habe ich allerdings nicht bekommen, da ich keine "Schädigung" aus den Themen damals erlitten war. Im Gegenteil, lt. ersten (Angefochtenen) Gutachten war ich sogar selbst Schuld und Neugierde usw. Ich hab das zwar anders in Erinnerung, allerdings wurde dort halt auch wieder die "Eltern" Karte ausgespielt.

Ebenfalls schaffe ich es nicht Dauerhaft Soziale Kontakte aufzubauen und zu halten. Im Endeffekt ging es damals als ich 13/14 wurde rapide zurück. Ich hab mich immer mehr von den Leuten abgekapselt, misstraue per se Jedem "Der will mich nur Ärgern/Aufziehen/Mobben" usw. Ich bin zwar Verheiratet, aber unser Freundeskreis liegt genau bei 0. Trotz Jahrelanger Tätigkeit in Vereinen, Organisationen, usw. habe ich es nicht Geschafft Dauerhaft Soziale Kontakte zu halten. Ist aber auch denke ich wieder ein Kopf Thema und es bedrückt mich wirklich sehr.

Über die ganze Zeit hab ich regelmäßig Erkrankungen die denke ich oft auch Psychosomatischer Natur sind. Jetzt ging es mir letztes Jahr deutlich besser und trotzdem bin ich nun wieder abgerutscht. Mir wird wieder eine Reha Empfohlen aufgrund von diversen Erkrankungen. Teilweise schlechtes Immunsystem usw. Im moment fühle ich mich ebenfalls wie vor der Burn Out Reha UND Last but not Least ist mein Arbeitsplatz aufgrund dessen gefährdet.

Ebenfalls rutschte ich wieder in eine Depression und suche derzeit nach einen Therapieplatz. Und im moment kreisen auch wieder zu viele Gedanken über das Thema "Manchmal wäre es besser wenn ich nicht mehr da wäre" (und nein, gab nie einen ernst gemeinten Versuch, sind nur die Gedanken die immer mal wieder Durchkommen. Keine Bange!!).

Gibt gute und Schlechte Tage. Heute ist eher wieder ein schlechter Tag. Hab innerhalb von 3 Wochen meinen 2 Infekt und fühle mich im Moment einfach nur noch erschöpft und Platt. Dabei sind die meisten Symptome bereits abgeklungen. Bis auf der Schnupfen und die Erschöpfung.

Falls sich jemand durch den Text Gequält hat, vielen Dank fürs Lesen.

Einen schönen Tag allen.

Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein langer weg voller Stolpersteine
BeitragVerfasst: 20.02.2019, 11:43 
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Registriert: 23.01.2016, 03:08
Beiträge: 81
ich hab dich gelesen und es tut mir sehr leid, dass es dich immer wieder so umhaut. Auch die aussage des Gutachtens find ich mehr als unter aller Sau, wie kann man sowas aus Neugierde selber haben wollen? Boah da könnte ich mcih jetzt schon wieder aufregen ohne Ende.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und hoffe, dass es dir bald wieder besser geht körperlich und auch psychisch.

LG Pünktchen

_________________
Es ist leichter starke Kinder aufzubauen
als kaputte Erwachsene zu reparieren

Frederick Douglass


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein langer weg voller Stolpersteine
BeitragVerfasst: 02.07.2019, 01:14 
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Registriert: 08.12.2013, 12:31
Beiträge: 1340
habe dich gelesen. Worte fehlen.

_________________
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold... und wer bezahlt (dafür)?


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